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drei Kleinkinder essen
Andrey Kuzmin - stock.adobe.com

Die Handlungsempfehlungen zu Ernährung und Bewegung im Kleinkindalter sollen allen Berufsgruppen mit Kontakt zu Familien mit Kleinkindern als Grundlage für ihre Arbeit und die Beratung dienen. Dazu gehören Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte, Zahnärztinnen und -ärzte, Ernährungs- und Bewegungsfachkräfte, Hebammen, Familienpflegerinnen und -pfleger, Fachkräfte in Gemeinschaftseinrichtungen für Kleinkinder, Kindertagespflegepersonen und weitere Berufsgruppen.

Die Handlungsempfehlungen im Überblick

  1. Der Abschnitt Essen lernen gibt Hinweise zur Gestaltung von Mahlzeiten, zur Beachtung der Hunger- und Sättigungssignale von Kindern und zur Erweiterung der Lebensmittelvielfalt.
  2. Der Abschnitt Ernährung beinhaltet Empfehlungen zur Gewichtung der Lebensmittelgruppen im Rahmen einer bedarfsgerechten, nachhaltigen Ernährung und nimmt zu vegetarischer und veganer Ernährung Stellung. Darüber hinaus enthält der Abschnitt Hinweise zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen.
  3. Der Abschnitt Nahrungsmittelunverträglichkeiten macht deutlich, dass eine Einschränkung der Lebensmittelauswahl nicht ohne ärztliche Diagnose erfolgen sollte.
  4. Der Abschnitt Körperliche Aktivität zeigt Empfehlungen zur Förderung von Bewegung sowie zur Begrenzung von Inaktivität und zu ausreichend Schlaf und Entspannung im Kleinkindalter auf.

Wie diese Empfehlungen umgesetzt werden, wird u. a. auch durch die Art der Beratung beeinflusst. Die Autorinnen und Autoren empfehlen eine professionelle Haltung und Gesprächsführung, die sich der spezifischen Werte, Einstellungen, Erfahrungen, Bedürfnisse und Ressourcen und damit der Diversität von Familien bewusst ist. Dies kann die Chancen für Verhaltensveränderung erhöhen.

Die Empfehlungen gelten für gesunde Kinder zwischen ein und drei Jahren (erster Geburtstag bis Vollendung des dritten Lebensjahres) und vorwiegend für den häuslichen Bereich. Sie können aber auch für Kleinkinder in Gemeinschaftseinrichtungen und der Kindertagespflege Orientierung geben, wobei Gemeinschaftseinrichtungen spezielle Vorgaben z. B. zur Hygiene oder bei der Zubereitung von Mahlzeiten beachten müssen. Der DGE-Qualitätsstandard für die Verpflegung in Kitas [56] und das Merkblatt des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) mit Handlungsempfehlungen zum Schutz von besonders empfindlichen Personengruppen vor lebensmittelbedingten Infektionen in Gemeinschaftseinrichtungen [37] unterstützen die Verantwortlichen bei der Umsetzung einer bedarfsgerechten und nachhaltigen Ernährung und sicheren Verpflegung von Kleinkindern in diesen Einrichtungen.

Netzwerk Gesund ins Leben

Gesund ins Leben ist ein Netzwerk von Institutionen, Fachgesellschaften und Verbänden zur Förderung der frühkindlichen Gesundheit – von der Schwangerschaft bis ins Kleinkindalter. Das Netzwerk gehört zum Bundeszentrum für Ernährung. Dieses ist in der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung angesiedelt, im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Das Netzwerk Gesund ins Leben ist Teil des Nationalen Aktionsplans IN FORM – Deutschlands Initiative für gesunde Ernährung und mehr Bewegung.

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