Essen und Trinken

Lecker und gesund auswählen – so geht’s! Bieten Sie Ihrem Kind von allem etwas an: reichlich Pflanzliches und Getränke, mäßig Tierisches und sparsam Fettes und Süßes.

Wasser marsch!

Trinken ist immer erwünscht – täglich etwa 6 Gläser. Mineral- oder Leitungswasser löscht am besten den Durst und das ganz ohne Kalorien. Es darf auch mal ein Schuss Saft ins Wasser, möglichst nicht mehr als 1/4 Saft. Instanttee, Eistee, Limonade und Saft enthalten viel Zucker. Sie sind deshalb für Kleinkinder nicht geeignet.


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Macht jede Mahlzeit bunt!

Frisches Gemüse, Salat oder Obst passt zu jeder Mahlzeit. Kinder mögen es gern roh oder gegart. Schneiden Sie die Stücke mundgerecht aber nicht zu klein, damit sich Ihr Kind nicht verschluckt. Übrigens: Je häufiger Ihr Kind verschiedenes Obst und Gemüse kennenlernt, desto mehr mag es später davon.


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Öfter Vollkorn!

Getreide (besonders Vollkorn) sättigt und enthält wichtige Nährstoffe. Es gehört zu fast jeder Mahlzeit dazu und zwar als: Brot, Flocken, Reis, Nudeln, Bulgur oder auch Couscous. Kein Getreide, aber ebenfalls beliebt: Kartoffeln in vielen Variationen, z. B. gekocht, als Püree oder Gratin. Tipp: Alles was sich gut greifen, lässt kommt bei Kindern besonders gut an.


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Milch macht starke Knochen!

Genauso wie Jogurt, Quark, Käse oder Dickmilch. Milch(Produkte) gehören 3 x am Tag dazu. Je nach Geschmack und am besten ganz natürlich – ohne Zucker oder Kakao. 


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Wenig Fisch und Fleisch

Fleisch und Fisch sind besonders nährstoffreich. Es darf sie deswegen ruhig im Wechsel in kleinen Mengen geben. Am besten möglichst zart und ohne Knochen/Gräten. Bis zu 3 x Fleisch pro Woche sind genug. Gut für Ihr Kind: wöchentlich 1 bis 2 x Fisch. Fisch und Fleisch immer gut durchgaren.


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Geht es auch ohne Fleisch, Wurst und Fisch?

Sie können Ihr Kind auch vegetarisch, also ohne Fleisch ernähren, wenn es Milch und Milchprodukte sowie Eier bekommt. Eine Ernährungsfachkraft kann Sie dabei unterstützen, einen ausgewogenen Speiseplan zusammenstellen. Eine vegane Ernährung – ganz ohne tierische Lebensmittel – ist für Kleinkinder nicht zu empfehlen. Wichtige Nährstoffe aus tierischen Lebensmitteln sind nur schwer zu ersetzen. Das kann zu einem Mangel und später zu schweren Schäden bei Ihrem Kind führen. Eine vegane Ernährung erfordert eine medizinische Kontrolle und bestimmte Nährstoffpräparate.


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Pflanzenöl bewusst verwenden

Nehmen Sie zum Zubereiten von Speisen Pflanzenöl, z. B. Rapsöl. 2 Esslöffel am Tag reichen aus.


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Naschen am besten nach dem Essen

Solange Ihr Kind noch keine Süßigkeiten kennt, vermisst es sie nicht. Ist es jedoch auf den Geschmack gekommen, darf es einmal am Tag etwas Süßes geben – ganz bewusst nach dem Essen. Zum Trösten, Beruhigen und Beschäftigen sind Süßigkeiten nicht geeignet.


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Sicher essen

Warme Speisen sollen bald nach der Zubereitung verzehrt werden. Bei der Lebensmittelzubereitung und -lagerung sind die allgemeinen Hygieneregeln zu beachten:

  • Vor dem Zubereiten/Kochen und vor dem Essen sollen die Hände gründlich mit Seife gewaschen werden.
  • Rohe und gegarte Lebensmittel sollen getrennt und immer bei den empfohlenen Temperaturen gelagert werden.
  • Im Umgang mit rohen und gegarten Lebensmitteln sollen nicht dieselben Küchengeräte (Messer, Brettchen etc.) verwendet werden.
  • Bei der Zubereitung der Speisen soll auf Sauberkeit und hygienischen Umgang geachtet werden.

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Welche Lebensmittel sind für Kleinkinder tabu?

Ihr Kind kann fast alles mitessen, außer:

  • sehr kleine Früchte wie Heidelbeeren, Trauben mit Kernen, Rosinen oder Nüssen. Ihr Kind kann sich daran verschlucken!
  • rohe tierische Lebensmittel wie rohes Fleisch, Rohwurst, Rohmilch(käse), rohe Eier oder roher Fisch. Sie enthalten manchmal gefährliche Krankheitserreger, deshalb tierische Lebensmittel und daraus hergestellte Speisen immer gut erhitzen.
  • rohe Sprossen oder nicht wieder erhitzte Tiefkühlbeeren. Sie können schädliche Keime enthalten. Vor dem Essen immer gut erhitzen.

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Keine Zeit zum Kochen?

Da hilft schon mal das große Angebot an Fertiggerichten. Tiefkühlpizza, Erbsensuppe, Fischstäbchen oder Tortellini lassen sich mit frischen und fettarmen Zutaten leicht aufpeppen. Stellen Sie einfach klein geschnittene Gurke, Paprika oder Tomate mit auf den Tisch.

Haben Sie zu viele Kartoffeln, Nudeln oder Reis gekocht? Die halten sich bis zum nächsten Tag im Kühlschrank und Sie können daraus z. B. Salate oder Aufläufe zubereiten. Das spart Zeit. Reste vom Vortag dürfen für Kleinkinder wieder aufgewärmt werden. Sie sollten aber direkt nach dem Kochen heruntergekühlt, dann im Kühlschrank aufbewahrt worden sein und vor dem Essen nochmals neu erhitzt werden.


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Mein Kind verträgt bestimmte Lebensmittel nicht!

Wenn Ihr Kind Lebensmittel oder Speisen schlecht verträgt, steckt nicht immer eine Allergie dahinter. Unverträglichkeiten kommen bei Kleinkindern viel seltener vor, als viele Eltern vermuten. Ein Lebensmittel einfach ohne ärztliche Diagnose wegzulassen ist deshalb keine gute Lösung, da jedes wichtige Nährstoffe liefert, die Ihr Kind zum Wachsen braucht. Fragen Sie stattdessen Ihren Kinder- und Jugendarzt. Er kann feststellen, was der Grund für das Unwohlsein ist.


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