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Aktuelle Daten und Infos rund um gesundheitliche Fragen zum Coronavirus SARS-CoV-2, für Sie zusammengestellt. (Stand: 3. Mai)

Covid-19
Mike Fouque – stock.adobe.com

Das Coronavirus SARS-CoV-2 ist immer noch neu und es wird intensiv erforscht, welche Auswirkungen es auf Schwangere und Kinder haben kann. Die wissenschaftlichen Daten reichen bisher nicht aus, um viele Fragen dazu sicher zu beantworten. Das Robert Koch-Institut ist die zentrale Einrichtung der Bundesregierung für die Überwachung von Krankheiten. Es prüft ständig die international verfügbaren Daten zum neuen Coronavirus und zur dadurch hervorgerufenen Erkrankung COVID-19. Derzeit sagt es:

  • Gesunde Frauen im gebärfähigen Alter haben grundsätzlich ein geringes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf.
  • Wenn sie sich infizieren, scheinen Schwangere seltener Symptome wie Fieber oder Atemnot zu entwickeln.
  • Manche an COVID-19 erkrankte Schwangere müssen auf einer Intensivstation behandelt und beatmet werden. Das kommt selten vor, bei Schwangeren jedoch häufiger als bei gleichaltrigen Nicht-Schwangeren.
  • Die bekannten Risikofaktoren für eine schwere COVID-19-Erkrankung wie höheres Alter und Vorerkrankungen erhöhen auch in der Schwangerschaft das Risiko, schwer zu erkranken. In dem Fall steigt das Risiko für Präeklampsie und vorzeitige Entbindung.
  • Eine Übertragung des Coronavirus von der Schwangeren auf das Ungeborene im Mutterleib wurde in einzelnen Fällen vermutet. Doch es gibt dazu bisher kaum Studien, und erst in einem Fall ist eine solche Ansteckung bestätigt worden.
  • Die Neugeborenen von Müttern, die mit dem Coronavirus infiziert sind, zeigen meistens keine Krankheitsanzeichen und sind genauso vital wie die von nicht infizierten Müttern.
  • Haben Familienmitglieder das Coronavirus, ist eine Übertragung auf das neugeborene Kind über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich. Hygienemaßnahmen wie das Tragen einer Alltagsmaske und Händewaschen können davor schützen.
  • Stillen wird weiter für alle empfohlen. Es gibt keinen Nachweis, dass das Virus über Muttermilch auf das Kind übertragen werden kann.
  • Wenn Kinder an dem neuen Coronavirus erkranken, verläuft die Krankheit häufig milder als bei Erwachsenen, oft auch ohne Symptome. Es können aber auch schwere Krankheitsverläufe vorkommen, besonders bei Kindern mit Vorerkrankungen.

Aktuell: Schwangeren wird eine Corona-Schutzimpfung nur nach individueller Nutzen-Risiko-Abwägung empfohlen

Bisher liegen keine Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit der in Deutschland zugelassenen Impfstoffe in der Schwangerschaft vor. Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Corona-Schutzimpfung Schwangeren daher vorerst nicht.

Impfen lassen können sich Schwangere derzeit nur nach einer individuellen Abwägung des Nutzens und des Risikos und nach Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt. Das betrifft aktuell vor allem Schwangere, die aufgrund von Vorerkrankungen ein hohes Risiko für einen schweren COVID-19-Verlauf haben.

Enge Kontaktpersonen von Schwangeren (z. B. ihre Partner*innen) gehören zu der Gruppe, denen eine Impfung mit hoher Priorität angeboten wird. Damit sollen Schwangere indirekt vor einer Infektion geschützt werden. Schwangere können bis zu zwei enge Kontaktpersonen benennen, die geimpft werden. Mehr darüber, wann diese an der Reihe sind und wie die Impfungen ablaufen, erfahren Sie auf www.zusammengegencorona.de.

Impfung für Stillende mit Vorerkrankungen: mehr Vorteile als Risiken

Die Ständige Impfkommission hält es für sehr unwahrscheinlich, dass eine Impfung während der Stillzeit ein Risiko für das Baby darstellt. Die Vorteile einer Impfung für Stillende mit Vorerkrankungen sind deutlich größer als die theoretischen Risiken, so eine Empfehlung von geburtshilflichen Fachgesellschaften und Nationaler Stillkommission. Möglich ist sogar ein Schutz des Babys durch Antikörper in der Muttermilch nach der Impfung. Auch für Stillende ist eine individuelle Abwägung und Rücksprache mit der Ärztin oder dem Arzt wichtig.

Schwangerschaft und das Coronavirus SARS-CoV-2 / COVID-19

Kann die Corona-Pandemie Auswirkungen auf die Schwangerschaft und das Baby haben? Was bedeuten die Abstands- und Hygieneregeln für Geburtsvorbereitung, Geburt und Wochenbett? Was ist zur Corona-Schutzimpfung und Fruchtbarkeit bekannt? Das Portal www.familienplanung.de der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung beantwortet diese Fragen.
www.familienplanung.de

Hebammenhilfe per Videochat

Hebammen können Schwangeren und Paaren mit Neugeborenen ihre Hilfe weiterhin per Videochat anbieten. Die Regelung gilt bis Ende Juni 2021 für die Beratung in der Schwangerschaft, zum Beispiel bei Beschwerden, und die Betreuung im Wochenbett. Bis Ende September 2021 können digitale Geburtsvorbereitungskurse angeboten werden. Bei Kursen sind auch Mischformen möglich, sodass schwangere Frauen sowohl vor Ort im Kursraum als auch zu Hause via Live-Videoschaltung teilnehmen können. Das haben die Hebammenverbände und der GKV-Spitzenverband vereinbart.
Hebammen-Suche ammely.de (inkl. kurzfristiger Betreuung wegen Corona)

Kinderärztliche Videosprechstunde

Auch Kinder- und Jugendärzt*innen können Sprechstunden per Video anbieten. Ob Praxen in der eigenen Umgebung Videogespräche anbieten, lässt sich bei www.kinderaerzte-im-netz.de mit einer Filterfunktion nachschlagen:

Ärzt*innen-Suche

Informationen zur Sprechstunde auf Distanz

Infos rund um den Mutterschutz für Schwangere und Stillende

Muss ich als Schwangere derzeit zur Arbeit oder zur Ausbildung gehen? Kann ich mein Kind weiterhin in meinem Betrieb oder meiner Ausbildungsstätte stillen? Wo kann ich mich über Einzelheiten des Mutterschutzes während der COVID-19-Pandemie beraten lassen? Eine Liste mit relevanten Fragen und Antworten gibt es hier:
Ausschuss für Mutterschutz

Coronavirus: Informationen zu Kurzarbeit und Sozialschutz

Habe ich einen Anspruch darauf, von zu Hause aus zu arbeiten? Muss ich zur Kinderbetreuung Urlaub nehmen, wenn mein Kind nicht krank ist, aber die Kita/Schule meines Kindes (länger) geschlossen wird? Antworten auf diese und weitere Fragen gibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Bundesarbeitsministerium

Stillen wird empfohlen

Auch und gerade in Zeiten von Corona gilt: Stillen wird für alle empfohlen. Das sagt die Nationale Stillkommission. Es gibt bisher keine evidenzbasierten Hinweise, dass das Virus über Muttermilch übertragen werden kann. Die Weltgesundheitsorganisation WHO empfiehlt das Stillen ausdrücklich auch für Mütter mit einer Corona-Infektion. 

In mehreren Studien wurde Muttermilch auf das neue Coronavirus untersucht, ohne dass dieses nachgewiesen werden konnte. In wenigen Fällen wurde jedoch Erbgut des Virus (Virus-RNA) in der Muttermilch gefunden. Es wurde aber nicht gezeigt, dass diese Virus-RNA aus der Muttermilch auch tatsächlich die Krankheit übertragen kann (d. h. dass die Milch infektiös ist). Damit gibt es keinen Nachweis, dass die Gesundheit des Säuglings durch Stillen beeinträchtigt wird und keinen Anlass, von den derzeitigen Stillempfehlungen abzuweichen.

Dafür bringt Stillen weiterhin zahlreiche Vorteile für Mutter und Kind mit sich. Muttermilch enthält z. B. viele Immunstoffe und stärkt damit die Abwehrkräfte des Babys. Ist die Mutter mit dem Coronavirus infiziert (oder besteht ein begründeter Verdacht darauf), wird Stillen weiter ausdrücklich empfohlen. Möglich ist sogar ein passiver Immunschutz des Babys durch die Muttermilch.

Das Baby füttern, wenn die Mutter das Coronavirus hat

Das neue Coronavirus wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektion weitergegeben. Dabei gibt ein erkrankter Mensch kleine Tröpfchen mit dem Virus beim Niesen, Husten, Sprechen oder Atmen an die Luft ab. Ein anderer Mensch kann sie einatmen und krank werden. Enger Kontakt zwischen einem erkrankten Menschen und einem Baby stellt deshalb ein Übertragungsrisiko dar. Beim Füttern des Babys mit Muttermilch oder Säuglingsmilch sind deshalb folgende Hygienemaßnahmen wichtig:

  • Die Mutter sollte vor und nach dem Kontakt mit dem Kind gründlich die Hände waschen und idealerweise einen Mund-Nasen-Schutz tragen, um eine Tröpfcheninfektion zu verhindern.
  • Wenn das Baby abgepumpte Muttermilch oder Säuglingsmilch bekommt, ist auch hier Hygiene wichtig. Pumpe und Fläschchen müssen nach dem Gebrauch sterilisiert werden.
  • Gründliches Händewaschen, Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes und Reinigen/Desinfizieren von kontaminierten Oberflächen sind generell empfohlen, wenn infizierte Menschen (oder Verdachtsfälle) mit Kindern umgehen.

AHA-Formel für Kinder erklärt
In Kita und Schule müssen sich Kinder an einen Alltag mit neuen Regeln gewöhnen, vom Abstand halten über Hygieneregeln bis zum Tragen von Masken. Wie Sie Ihre Kinder dabei unterstützen können, lesen Sie hier:
www.zusammengegencorona.de

Familienzeit gesund gestalten
Eine Allianz zahlreicher Verbände rund um Familien- und Kindergesundheit begleitet Eltern mit praktischen Tipps durch die Corona-Zeit.
Mehr auf www.kinderaerzte-im-netz.de

Wie Eltern ihren Kindern jetzt helfen können
Kinder nehmen die Veränderungen in ihrer Familie und in ihrem sozialen Umfeld mit der aktuellen Situation sehr genau wahr. In der folgenden Broschüre finden Eltern und andere Bezugspersonen Anregungen, wie sie in dieser möglicherweise belastenden Situation mit ihren Kindern sprechen können.
Informationen für Familien von der Bundesregierung

Zuletzt auf Aktualität geprüft am 03.05.2021 um 12 Uhr

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Mutter mit schreiendem Baby hält sich den Kopf
Antonioguillem – stock.adobe.com

Beratung

Mir ist das alles zu viel! Hilfe für Eltern per Telefon oder online

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus fallen zur Zeit Eltern-Kind-Gruppen aus. Familienzentren und viele Beratungsstellen sind für den Publikumsverkehr weitgehend geschlossen. An wen können Sie sich jetzt wenden, wenn sie Fragen und Sorgen rund um die Familie haben? Wer hört Ihnen zu oder berät Sie, wenn Sie in Not oder in einer Konfliktsituation sind? Hier finden Sie Hilfe und Unterstützung per Telefon oder Online-Beratung:

www.elternsein.info

www.familienhotlines.de

Abstand + Hygiene + Alltagsmaske

 

Mit der AHA-Regel durchs Jahr

#Wirhaltenzusammen

#ZusammengegenCorona

Frau mit Herz auf Hand
nanihta – stock.adobe.com

COVID-19

Ich mache mit! Mehr denn je ist Solidarität gefragt

Alltag mit weniger Ansteckung und mehr Rücksichtnahme bedeutet, dass wir uns selbst und andere vor einer Infektion schützen. Das gelingt mit der AHA-Formel+L+A:

Abstand halten: Auf dem Weg zur Arbeit, beim Einkaufen oder beim Spaziergang im Park achten wir auf 1,5 Meter Mindestabstand zu unseren Mitmenschen. 

Hygiene beachten: Wir befolgen die Hygieneregeln in Bezug auf Niesen, Husten und Händewaschen. 

Alltag mit Maske: Dringend empfohlen wird das Tragen von Masken an Orten, an denen es schwer werden kann, den Mindestabstand zu anderen immer einzuhalten. In bestimmten Bereichen, zum Beispiel in Bus und Bahn, in Geschäften, Altenheimen oder an bestimmten Arbeitsstätten, müssen medizinische Masken getragen werden. Dazu gehören sogenannte OP-Masken und Masken der Standards KN95 oder FFP2. Wer eine Maske trägt, sollte dennoch möglichst den Abstand zu anderen Menschen einhalten. Wichtig ist, die Regeln zur Maskenpflicht im eigenen Bundesland zu beachten.

+ Lüften: Da sich Coronaviren auch über Aerosole verbreiten können (das sind feinste Tröpfchen, die schon beim Atmen und Sprechen ausgestoßen werden und sich in der Raumluft anreichern können), sollte auf eine gute Belüftung in Innenräumen geachtet werden. Der Luftaustausch verringert das Risiko einer Ansteckung.

+ App: Ergänzend hilft die kostenfreie Corona-Warn-App dabei die Coronavirus-Pandemie einzudämmen.

Welche Regelungen gelten aktuell?

Es gelten neue Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Eine Übersicht bietet das Bundesgesundheitsministerium unter www.zusammengegencorona.de. Auch die Bundesregierung informiert ausführlich.

Verlässliche Corona-Infos gibt es unter:

www.zusammengegencorona.de

www.infektionsschutz.de

Virusschema Coronavirus
Mike Fouque – stock.adobe.com

COVID-19

Informationen für Fachkreise Wissenswertes zum Coronavirus

Spezifische Informationen über den Umgang mit der Corona-Situation in Ihrem beruflichen Alltag (Hygiene, rechtlichen Fragen, Video-Beratungen etc.) finden Sie bei den für Sie relevanten Berufsverbänden und Fachgesellschaften. Für die Arbeit mit Schwangeren, Stillenden und Familien mit kleinen Kindern können zudem folgende Informationen hilfreich sein:

Empfehlungen zur Versorgung infizierter Schwangerer und deren Neugeborener
Gemeinsames Papier deutscher geburtshilflicher und pädiatrischer Fachgesellschaften zur Versorgung infizierter Schwangerer und deren Neugeborener mit praktischen Empfehlungen und Hintergrundinformationen

Kreißsaalempfehlungen
Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) im Rahmen der COVID-19-Präventionsmaßnahmen für die geburtshilfliche Versorgung in deutschen Krankenhäusern und Kliniken

Umgang mit Schwangeren und Wöchnerinnen im COVID-19-(Verdachts-)Fall
Infopapier des Deutschen Hebammenverbandes (DHV) mit allgemeinen Hinweisen für den Umgang mit schwangeren Frauen und Wöchnerinnen mit Verdacht auf COVID-19, die möglicherweise COVID-19 ausgesetzt waren oder Symptome aufweisen, die auf COVID-19 hinweisen.

Stillen und COVID-19
Stellungnahme der Nationalen Stillkommission

COVID-19-Impfung von Schwangeren und Frauen mit Kinderwunsch
Gemeinsame Empfehlung der DGGG und weiterer Fachgesellschaften zur Impfung für Schwangere und Frauen mit Kinderwunsch

Impfung von stillenden Frauen gegen SARS-CoV-2
Gemeinsame Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Perinatale Medizin (DGPM), der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG) und der Nationalen Stillkommission

Für Fachkräfte in den Frühen Hilfen
Empfehlungen und FAQ für Fachkräfte in den Frühen Hilfen wie Familienhebammen und Familien-Gesundheits- und Kinderkrankenpflegende (FGKiKP) finden hier Empfehlungen des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) für den Arbeitsalltag in Zeiten von Corona.

Für Ernährungsberater*innen
Informationen inkl. Technik-Tipps für Video-Beratung. Ernährungsberatung ist trotz Corona möglich, berichtet das Bundeszentrum für Ernährung: Auf Abstand, per Telefon oder Video.

Für Arbeitgeber*innen und Ausbildungsstellen: Mutterschutz
Aktuelle Informationen des Ausschusses für Mutterschutz bei den derzeitigen Besonderheiten durch die Corona-Pandemie, auch für betriebsärztliche Beratungsstellen, Frauenärzt*innen, etc.

Stand: 03.05.2021, 12 Uhr