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Vater übt mit seinem Baby sanft Zähneputzen
stock.adobe.com/Halfpoint

Säuglinge erkunden Gegenstände mit Mund, Zunge und Lippen. Alles wird dazu in den Mund gesteckt, bekaut und belutscht. Dieses Erkundungsverhalten, das in der Mitte des ersten Lebensjahres besonders stark ausgeprägt ist, kann Eltern dabei unterstützen, ihr Kind allmählich an Zahnbürste und Zähneputzen heranzuführen und zu gewöhnen. Die Eltern reinigen die Zähne behutsam mit einer altersgerecht geformten, weichen Zahnbürste, keinesfalls gegen den Widerstand des Kindes. Im Säuglingsalter kann dies auf dem Schoß oder auf dem Wickeltisch erfolgen. 

Mit zunehmendem Alter lernt das Kind, sich selbst die Zähne zu putzen. Je nach individueller Entwicklung der motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten sind achtjährige Kinder dazu meist alleine in der Lage. Bis dahin sollen Eltern ihre Kinder beim Zähneputzen durch Nachputzen unterstützen.

Kinder lernen auch durch Beobachtung und Nachahmung von Eltern. Die Beratung sollte die Bedeutung der Vorbildrolle für das tägliche Zähneputzen bewusstmachen. 

Das Zähneputzen in der Kita im Rahmen der Gruppenprophylaxe ergänzt die häusliche Zahnpflege. Ab einem Alter von 24 Monaten kann auch hier eine erbsengroße Menge (maximal 0,25 g) Zahnpasta mit einem Gehalt von 1.000 ppm Fluorid verwendet werden.

Geschmacksneutrale Zahnpasten bevorzugen

Neben Zahnpasten stehen auch Kinderzahngele (fluoridfrei und fluoridhaltig) zur Verfügung. Diese Kinderzahngele dürfen nicht mit den hochdosierten Fluoridgelen zur meist wöchentlichen Anwendung verwechselt werden.

Ein attraktiver, lebensmittelähnlicher Geschmack des Produkts fördert unerwünschtes Verschlucken. Deshalb sollen geschmacks- und farbneutrale Zahnpasten/-gele (keine „Bonbonfarben“, kein süßer Geschmack oder süße Aromen) bevorzugt werden. Von der Verwendung stark aromatisierter oder gesüßter Produkte wird ausdrücklich abgeraten.

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Titelbild Handlungsempfehlungen zur Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter
BLE/Netzwerk Gesund ins Leben

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Broschüre Empfehlung zur Kariesprävention im Säuglings- und frühen Kindesalter

Die Anwendung von Fluorid von Geburt an in entsprechender Menge kann das Kariesrisiko von Kindern erheblich verringern. Verschiedene Empfehlungen zur Fluoridanwendung bei Säuglingen und kleineren Kindern standen bisher nebeneinander und führten bei Beratungskräften und Eltern zu Unsicherheiten. Nun wurde ein neuer Beratungsstandard geschaffen – nach einem Prozess, den das Netzwerk Gesund ins Leben koordiniert hat. Vertreterinnen und Vertreter aller relevanten Fachgesellschaften und -gruppen haben diese Empfehlungen gemeinsam entwickelt.

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